Deutsch in Odesa: Einblick in eine außergewöhnliche Schule

„Willkommen“ steht über einer Tür im Foyer, rechts davon informiert eine Tafel über das Deutsche Sprachdiplom. Neben dem Bayerischen Haus ist diese Einrichtung die zweite deutsche Insel im ukrainischen Odesa: eine Schule mit über 900 Schülerinnen und Schülern, die von der ersten Klasse bis zur ukrainischen Hochschulreife Deutsch als erste Fremdsprache lernen. Seit über 60 Jahren ist die „Schule Nr. 90“ die einzige in der Region Odesa mit diesem Schwerpunkt. Nur hier können junge Menschen das Deutsche Sprachdiplom erwerben, um nach Abschluss direkt an einer deutschsprachigen Hochschule zugelassen zu werden.

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Drei Gründe, warum du Odesa hassen wirst

Perle am Schwarzen Meer, Paris des Ostens, Palmyra des Südens, Hauptstadt des Humors – bescheiden sind die Odesiten wirklich nicht. Vermutlich haben sie sich die schmückenden Namen sogar selbst gegeben. Für ihre prahlerische Art gibt es sogar einen Ausdruck „одесские понты“ (odesskie ponty). Er bezeichnet Menschen, die gern etwas mehr scheinen als sie sind. Aber das ist noch lange nicht alles, was du über Odesa erfahren solltest, um die Stadt im Süden der Ukraine aus tiefsten Herzen zu hassen.

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Güldendorf will seinen Namen zurück

Google kennt „Güldendorf“ schon. Gibt man den Namen in der Suchmaschine ein, zeigt sie als ersten Treffer das Dorf Krasnosilka nördlich von Odesa an. Ein Teil der Menschen in Krasnosilka, wie Güldendorf seit 1945 offiziell heißt, möchte den einst von deutschen Kolonisten vergebenen Ortsnamen zurück. Warum und wie die Bürgermeisterin die angestrebte Volksabstimmung betrachtet, darüber sprach ich mit ihr und einer „Güldendorf“-Aktivistin.  

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Botschafter der odesitischen Küche

„А нам все равно, а нам все равно – Пусть боимся мы волка и сову“* – jeder Mensch, der in der Sowjetunion gelebt hat, kennt dieses Lied. Der russische Schauspieler Jurij Nikulin sang es 1969 in der später zum Kult gewordenen sowjetische Filmkomödie „Der Brillanten-Arm“. Auch bei mir weckt es sofort Erinnerungen an Kindheit und Leichtigkeit, als ich den Park des Restaurants „Datscha“ in Odesa betrete.

Die Musikauswahl ist kein Zufall, denn genau so sollen sich Gäste hier fühlen: umhüllt von einer Decke aus Sorglosigkeit. Über die Einzigartigkeit des Ortes, das Besondere der odesitischen Küche und Antisemitismus in der Sowjetunion sprach ich mit Savveliy Libkin, einem der erfolgreichsten Gastronomen der Ukraine, leidenschaftlichen Odesiten und Besitzer der Datscha.

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Liebesbrief

Dein Ruf eilte dir voraus: umtriebig sollst du sein, gaunerhaft. Aber auch schön und witzig. Deinen Humor habe ich jedoch nicht auf Anhieb verstanden. Wusste nicht: Willst du mich jetzt auf den Arm nehmen oder meinst du etwas ernst? Du warst aber von Anfang an herzlich und unglaublich offen. Vielleicht liegt es daran, dass du so viele verschiedene Kulturen in dir trägst, die ukrainische, französische, italienische, deutsche, jüdische, griechische und so viele mehr.

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